| Ereignis | Gefahr | Tipp vom Fachmann |
| Fahren mit schleifender Kupplung | Wird der Fuß nicht vom Kupplungspedal genommen, kann unbemerkt Druck auf das Pedal ausgeübt werden. Das führt zu erhöhtem Schlupf und damit auch zu erhöhtem Verschleiß an den Kupplungsbelägen. | Bewusst den Kupplungsfuß neben das Pedal stellen. An Ampeln und beim Motorstart: Schaltung in den Leerlauf und Fuß von der Kupplung. |
| Pkw mit Automatik abschleppen | Bei den meisten Automatikgerieben muss zur Schmierung der Motor laufen. Ist der ausgeschaltet, dreht sich die Ölpumpe im Getriebe nicht. Bei längeren Strecken oder höherem Tempo drohen Schäden. | Vor dem Abschleppen die Empfehlungen in der Bedienungsanleitung lesen. Ein Pannenfahrzeug besser auf dem Anhänger transportieren. |
| Eiskratzen mit dem Wischer | Wer aus Bequemlichkeit den Scheibenwischer zum Eiskratzen benutzt, beschädigt die Gummilippe des Wischers. Ergebnis:Die Scheibe wird nicht mehr schlierenfrei sauber, die Wischer müssen gewechselt werden. | Scheibe vor Fahrtbeginn mit Enteisungsspray auftauen oder mit Eiskratzer freischaben, Wischer über Nacht von der Scheibe heben. |
| Fahrersitz falsch eingestellt | Mit ausgestreckten Armen zu wenig Kraft in Gefahrensituationen. Andererseits:Zu dicht am Lenkrad birgt die Gefahr, vom aktiviertenAirbag verletzt zu werden. Bei zu flach eingestellter Rückenlehne rutscht der Fahrer unter dem Gurt durch. | Aufrecht sitzen, die Schultern sollten die Rückenlehne berühren. Den Abstand so wählen, dass Arme und Beine leicht angewinkelt sind. |
| Auf der Bremse stehend lenken | Wer beim Lenken in einem stehenden Fahrzeug gleichzeitig auf die Bremse tritt, belastet Bauteile von Lenkung und Vorderachse unnötig. Der Verschleiß nimmt stark zu, weil die Servounterstützung gegen das gebremste Rad arbeiten muss. | Langsames Rollen reicht, um beim Rangieren in einer Parklücke den Verschleiß an den Gelenken des Fahrwerkes zu reduzieren. |
| Auf den Bordstein fahren | Unterbau des Reifens wird beschädigt, Schaden bleibt zunächst meist unbemerkt. Durch Reibung im Unterbau kann es mit der Zeit zu Ablösungen oder gar einem Reifenplatzer kommen. | Bordsteine meiden. Ist das nicht möglich, den Bordstein im stumpfen Winkel ansteuern und langsam hochfahren |
| Ruckartig schalten | Auch synchronisierte Getriebe brauchen eine gewisse Zeit für den verschleißfreien Gangwechsel. Ständiges Durchreißen der Gänge verkürzt die Lebensdauer eines Getriebes. | Ohne Krfat mit Ruhe schalten. Je älter das Auto, um so sanfter die Gänge einlegen, Rückwärtsgang nur im Stand. |
| Reifendruck nicht korrekt | Schleichender Plattfuß, das heißt: unbemerkt entweicht Luft aus dem Reifen. Der Reifenflanke fehlt es dadurch an Stabilität, die Reifenflanke beginnt stark zu walken und erwärmt sich. Der Verschleiß nimmt zu. Am Ende kann der Reifen platzen. | Alle 14 Tage, auf jeden Fall aber vor längeren Fahrten, den Druck kontrollieren. Besser 0,2 bar mehr als zu wenig. |
| Füße auf Airbag-Abdeckung | Kommt es zum Unfall, werden vom druckvoll aufgehenden Airbag die Knie ins Gesicht des Beifahrers geschleudert. Dann drohen selbst bei niedrigen Aufprallgeschwindigkeiten schwerste Verletzungen. | Auch als Beifahrer aufrecht und angeschnallt sitzen. Die Füße gehören in den Fußraum und sonst nirgendwo hin. |
| Immer nur Kurzstrecke | Wird der Motor aufgrund kurzer Strecken nicht richtig warm, kann sich Wasser und Kraftstoff im Öl sammeln. Die Öl-Qualität nimmt stark ab, der Verschleiß zu. Teure Folgeschäden drohen. | Ist der reine Kurzstreckenbetrieb unvermeidlich, sollten die Ölwechsel-Intervalle verkürzt werden. Vor dem Winter das Öl wechseln. |
| Verschmierte Windschutzscheibe | Feuchtigkeit und das Wischen mit schmierigen Lappen oder Jackenärmel sorgen für Schlieren auf der Autoscheibe. Gerade bei Gegenlicht geht die Sicht gegen null, Hindernisse werden zu spät erkannt. | Der Zubehörhandel bietet geeignete Schwämme und Tücher für sauberen Durchblick. Wichtig: Nach der Ursache für Feuchtigkeit im Auto suchen. |
| Zu wenig Öl im Motor | Fehlt Öl im Motor, droht der Schmierfilm abzureißen. Das verbleibende Öl kann die Bauteile im Motor nicht mehr ausreichend kühlen. Der Verschleiß nimmt stark zu, teure Schäden drohen. | Alle 14 Tage, beziehungsweise vor längeren Fahrten den Ölstand kontrollieren. Drei Viertel bis Maximum ist der optimale Pegel am Messstab. |
| Hohe Drehzahl bei kaltem Motor | Ein kalter Motor braucht einen Moment, um Öldruck aufzubauen und alle Lager ausreichend mit Öl zu versorgen. Hohe Drehzahlen nach dem Kaltstart können den Schmierfilm abreißen lassen, Schäden drohen. | Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor vermeiden. Die Öltemperatur sollte 80 Grad betragen, bevor das obere Drehzahldrittel erreicht wird. |
Quelle: AutoBild Nr.47 S.68/70 vom 23.11.2007